Hochhausfundamentierungen - KPP

Hochhausgründungen

Geprägt durch die Nähe der TU Darmstadt zu Frankfurt am Main waren das Institut und die Versuchsanstalt für Geotechnik von Anfang an mit den Forschungen zu den komplizierten Frankfurter Hochhausgründungen im setzungsaktiven Frankfurter Ton zur Beherrschung der großen Setzungen und der damit einhergehenden Verkantungen befasst. Aus unseren in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts begonnenen Feldmessungen, den zugehörigen spannungspfadorientierten Laborexperimenten und den darauf aufbauenden numerischen Computersimulationen wissen wir, dass die Steifigkeit des Frankfurter Tons mit der Tiefe zunimmt.

Maintower Frankfurt

Main Tower

200 m

Frankfurt am Main

Maintower KPP

Aus dieser Tatsache entstand die Idee, einen Teil der Hochhauslasten über Pfähle in den tieferen, also steiferen Baugrund einzuleiten, ohne die mittragende Wirkung der Fundamentplatte aufzugeben: Die Kombinierte Pfahl-Plattengründung (KPP) war damit geboren. Für deren Entwurf und Bemessung haben wir gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Bautechnik, der Universität Leipzig und Vertretern der Bauaufsichtsbehörden die neue KPP-Richtlinie entwickelt. Zur vollständigen Minimierung der Setzungen haben sich, wie beim Commerzbank Hochhaus, Fels-Pfahl-Gründungen in den Frankfurter Kalken bewährt, mit denen eine Mantelreibung bis zu 350 kN/m² mobilisiert wird.

Commerzbank Frankfurt

Commerzbank

Frankfurt am Main

Commerzbank KPP

Beispiele für Hochhausgründungen, an denen das Institut und die Versuchsanstalt für Geotechnik bzw. die Versuchsanstalt für Bodenmechanik und Grundbau beteiligt waren:

Frankfurt am Main:

AfE-Turm (Uni Frankfurt)

Commerzbank-Hochhaus II

CMF Congress Center Messe Frankfurt

European Central Bank (ECB)

Frankfurter Welle

Gallileo-Hochhaus

Main Tower

Messeturm

Skyper

Westend 1